Schlagwort Archiv: Berlin

East + Noir Reva

East

East

East kommen aus Trier und Berlin und machen Emo. Und zwar die Sorte, die Anfang der Nullerjahre dem Punk entwuchs und Befindlichkeiten zum Gegenstand ungeschliffener Rocksongs machte, bevor der Begriff zwischen scheiteltragenden Modepuppen und testosterongeschwängertem Griffbrettgewichse zur Realsatire mutierte. Man fühlt sich beim Hören dann auch nicht zufällig an die Helden jener Tage erinnert. Da trifft die Wucht von Hot Water Music auf die Sprödigkeit der Get Up Kids, während die Stimme von Sänger Tilman, geschult und gewetzt durch die unzähligen Touren seines Soloprojekts Tigeryouth durch die JuZes und AZs der Republik, gekonnt zwischen der Eindringlichkeit eines Brian Fallon von The Gaslight Anthem und der Zerbrechlichkeit Taking Back Sundays zu oszillieren scheint. Dabei sind East aber weit davon entfernt in der Nostalgie vergangener Tage zu verharren, sondern machen klar, dass das letzte Jahrzehnt Gitarrenmusik nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen ist. Ausgefuchstes Songwriting, verflochtene Gitarrenriffs und treibender Rhythmus atmen Progressive Rock genauso wie Indie. Damit zeigen East, dass Emo auch im Jahre 2016 weit davon entfernt ist, tot zu sein.

Support: Noir Reva

KomputerKomputer + Anderland

Elektroclash und mehr: Doppelte Releaseshow mit KomputerKomputer und Anderland 

Konzert am 11. März 2016 in Lucky’s Luke

Elektronisch, tanzbar, aber mit Ecken, Kanten und Haltung: Die Trierer Bands Komputer Komputer (Elektroclash/Postpunk) und Anderland (Live-Elektro) präsentieren am Freitag, 11. März, in der „Luke“ im Doppelpack neues Material.   

Komputer Komputer

Trier, Elektroclash/Postpunk

Drei Herren in weißen Overalls, die Augen schwarz umrandet, ein bisschen blaues Licht muss auf der Bühne reichen. Jimi Berlin singt in einen alten Telefonhörer, der als Mikrofon dient. Mal deutsch, mal französisch, mal englisch. Daneben: Daniel Selbersuess am Moog und Flextronic am Roland MC 909, Drumcomputer samt Sequencer und Sampler. Wer in den vergangenen Jahren mal die drei Trierer von KomputerKomputer live gesehen hat, der wird sich daran erinnern: Es gibt nicht viele Bands, bei denen Bühnenperformance und Sound so perfekt zusammenpassen. Die clubtauglichen Beats, die warmen Analog-Synthies, dazu der verzerrte Bass – das klang schon immer eine Nummer größer als Trier.

Photograph Jens Lumm

Photograph Jens Lumm

Nun ist KomputerKomputer nicht gerade berüchtigt dafür, an jeder freien Steckdose anzudocken. Die letzten Auftritte des 2007 gegründeten Trios sind eine gefühlte Ewigkeit her. In der Luke gibt’s nun endlich die Rückkehr – und zugleich die offizielle Vorstellung des Debütalbums „Selbstentferner“ (Sp8kauf). „Der wuchtige Mix aus New Wave, Rock und Techno funktioniert nicht nur im Club bestens. (…) Lohnt sich unbedingt“, urteilte der Trierische Volksfreund.

http://www.komputerkomputer.de/
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Anderland

Trier/Berlin, Elektro

Angefangen haben sie vor 2 Jahre als Duo: Ivan und Jimmy, auch bei My First Robot gemeinsam im Einsatz, schraubten sich im Studio mit Verve durch Musikstile und Jahrzehnte. Was knallte und gefiel, war erlaubt – und was nichts bewegte, nirgends,  flog raus. So entstanden Tracks mit  Dubstep- oder Trap-Elementen, Minimal, Glitch, Rock- und Wave-Gitarre, fragilem  Popgesang und  Breakbeats. Immer tanzbar, smart und mit der nötigen Portion Darkness. Mittlerweile vervollständigen Schlagzeuger Michi und Produzent Mongoose das aktuelle Line-Up der Band, die  zur Hälfte in Trier (Michi, Jimmy) und Berlin (Ivan, Mongoose) lebt. Live hat die Band inzwischen oft gezeigt, dass ihr eigenständiger, knallbunter Sound-Mix bestens funktioniert. Songs wie Homesick oder City of Smoke stehen dabei stellvertretend für den musikalischen Parforce-Ritt quer durchs Electro-Anderland.  Es wird der erste Auftritt in Trier in neuer Besetzung sein.

anderland pic

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Eintritt: 8 Euro Abendkasse, 6 Euro für Studenten