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Koeter + Herr Berlin + Señor Karōshi

Konzert

Konzert am Freitag, 27. November 2014

Koeter (Köln)

Mit Koeter durch Caribbean Nights taumeln – das klingt wie schneeweißer Sandstrand, azurblaues Wasser und süße Schirmchendrinks.

Köln, 9. Dezember 2014 – Am 23. Januar veröffentlicht Rookie Records den ersten Longplayer von Koeter, Caribbean Nights. Und beim Verfassen dieser Pressemitteilung (Achtung SchreiberInnen: hier nicht Copy/Paste drücken!) — (Anmerkung des Schreibers: Ihr könnt mich mal. Ich Copy/Paste was, wann und wo ich will!)  stehen wir als Label vor der gleichen Schwierigkeit, die die Band uns mit Rezensenten schildert. „Unser Problem bei Reviews ist: die Leute sind total hilflos mit Referenzen. Wir lassen sie alleine im Regen stehen mit Vergleichen, die sie nicht führen können. Die Hilflosigkeit mündet zumeist in Phrasen wie „sperrig“, „nicht eingängig“, „es zündet nicht“. Hier sind wir beim Punkt: Koeter-Songs sind Grower. Diejenigen, die sich nachhaltig damit beschäftigen, finden es möglicherweise besser als die, die nur mal rein skippen.“

„Sperrig“, wir sagen ja. „Nicht eingängig“, entscheidet selbst. (Ist eingängig eigentlich ein Qualitätskriterium und wofür?) „Es zündet nicht“, wir bestehen auf einem klaren Nein! Auch wenn wir nicht sagen können, Koeter klingen wie …, können wir sagen, Koeter klingen wie Koeter. Es ist Punk, es ist deutschsprachig, es gibt Momente von Emo, es zündet komplett und die Band spricht über ihre Entwicklung seit ihrer Gründung 2010: „Wir klingen offener, heftiger und dreckiger. Und zugleich poppiger und melodiöser.“ Für diesen mutmaßlichen Widerspruch können wir uns bei Robert Whiteley bedanken, bei dem die Kölner in Liverpool aufgenommen haben, und ebenso bei Michael Schwabe von Monoposto für das Mastering.

Was den Sound von Koeter so maßgeblich zu Koeter macht, sind zudem die Texte, die Sänger und Gitarrist Michi der gemeinsam im Proberaum erspielten Musik zuschreibt. Er selbst sagt: „In den Texten spiegelt sich die ganze Reflexion: Selbst, Szene, Kontext, soziale Umgebung. Punk.“ Mal traurig, mal wütend und immer durchdacht klingt das, zum Beispiel so:

„Anstalt muss sein im Klima der Angst. Bei Schnappatmung: Sauerstofftank. … Man tut halt, was man kann.“ (Klima der Angst)
„Du sagtest „Scheiße kommt und Scheiße geht“. Ich sage „Scheiße ist und Scheiße bleibt“. (Sinnlock)

koeter drinnen

Koeter

„Szenenapplaus für die richtigen Moves, Szeneapplaus für die Punkretorte. Es ist egal, wie aufrichtig man tut, so heimelig sind die warmen Worte.“ (Die warmen Worte)

Ein Debüt, dem man anhört, dass die Band nicht erst seit einem Jahr zusammen Musik macht und genau die Zeit dem Ergebnis gutgetan hat. Seit ihrer Gründung 2010 haben Koeter eine 10“ im März 2011 und eine Split 12“ mit Love A im August 2014 veröffentlicht. Eben nicht einfach geradlinig, straight, zielstrebig und all die anderen schnittigen Attribute, die die Absicht verfehlen. Warum das alles so lange dauert?

„Eigentlich hatten wir schon Material für neue Stücke Mitte 2012. Und auch schon einen Studiotermin ins Auge gefasst. Dann ist der Drummer ausgestiegen und wir wurden auf null zurück katapultiert. Als wir dann Eric gefunden hatten, ging es erst mal darum, das bestehende Set zu proben. Da bei uns die Musik gemeinsam im Proberaum entsteht und dieser Prozess sehr dynamisch daherkommt, wurden alle „neuen“ Stücke zwangsläufig wieder überarbeitet.“

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http://www.kkoeter.com/

Herr Berlin (Trier)

Indierockband mit NDW- und Postpunk-Einflüssen.

Mit einem Faible für Melodien und Songs, die länger bleiben wollen und können. Mit Texten über das kleine Leben, den Rausch, die Liebe und den Krieg. Immer auf der Suche, aber ohne ratlos zu klingen – mit einer klar definierten Idee von ernst gemeinter Rockmusik. Tanzbar sein, ohne Tanzband zu sein. Das Richtige hinkriegen ohne falsche Posen.

herr berlin

Herr Berlin

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Señor Karōshi (Trier)

Er ist nicht mehr der Jüngste, irgendwie enttäuscht von allem, meistens müde und körperlich längst nicht mehr unversehrt. Jugendlich bleiben hat nicht funktioniert, erwachsen werden läuft aber auch nicht so richtig. Señor Karoshi hat schon alles gesehen und immer noch nichts gelernt. Wenn man das Glück schon tausendmal gefunden und als Pfusch entlarvt hat, macht das ewige Gesuche doch auch keinen Spass mehr… lieber einfach hinsetzen und laufen lassen. Was für ein befreiender Zustand!

Señor K. machen gleichsam rauhen wie eingängigen 3-Mann-(Post)Punk, Noise-Melody…Hard… Alternative… ach weiß der Deiwel!! Gitarre, Bass, Schlagzeug und los! Dazu angemessen geistreiche Texte über den Wahnsinn des zivilisierten Lebens, der uns Tag für Tag viel zu früh verschwitzt und mit Rückenschmerzen aus dem Schlaf klingelt und eigentlich bloss auf den Abend hoffen lässt. Und den wir uns selbst ausgedacht haben. Na bravo!

http://www.senorkaroshi.de/ (Mit Hörproben!)
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